Sonntagsgruß

Erfüllt vom Heiligen Geist, vom Mutbringer, wie ich in einer Bibelübersetzung las, so kam mir die junge Frau in der Osterstraße vor, wie sie sich ganz selbstverständlich den Jugendlichen in den Weg stellte und ihr Recht einforderte. „Wir können doch nicht immer nur tatenlos zusehen“, war ihre berechtigte Antwort auf uns hin, die wir etwas verstohlen die Szene ansahen und mehr oder minder staunten. Erfüllt vom Heiligen Geist, erfüllt sein von der Kraft, seinem Mut, seiner Weisheit, die bewegt, die in Bewegung setzt, die überzeugt ist, Gutes zu verheißen und zu tun. Ich habe mich in den letzten Tagen häufiger gefragt, was das für die Menschen, die mir in der Innenstadt, in meinem beruflichen und privaten Kontexten begegnen, heißt und ob sie
diese Szene auch mit Gottes Geist in Verbindung gebracht hätten. Es war interessant, was es auslöst und wie sich die Wahrnehmung von Alltagsszenen verändert, wenn es gelang, das Erlebte so ins Gespräch zu bringen. So will ich Ihnen Mut machen den Heiligen Geist, die göttliche Ruach (Wind, Lebenskraft, wie es im Alten Testament heißt), in den Begegnungen ihres Alltags zu suchen; die heilige Kraft Gottes, die bewegt, in Bewegung setzt dem Guten Raum zu geben im ganz banalen Alltag. Einen schönen siebten Ostersonntag und eine Mut  ringende Woche auf Pfingsten zu, wünscht Ihnen,
Ute Gertz
Pastoralreferentin