Neues Corporate Design - "Klare Sache, wir machen`s"

Das neue Erscheinungsbild soll der Pfarrei Liebfrauen nichts überstülpen, sondern zeigen, was sie ausmacht — Gemeinschaft, Aktivität und Glaubwürdigkeit.

Als uns die Pfarrei im August 2016 fragte, ob wir uns zutrauen, für sie ein Corporate Design zu gestalten, mussten wir erstmal abwägen, ob wir uns dafür bereit fühlten. Bereit, uns  zusammen zu tun und ein großes Projekt ohne Hilfe von Professoren anzugehen.
Wir stehen alle kurz vor dem Abschluss unseres Design-Studiums in Münster und wollen bald in den Arbeitsmarkt starten. Also waren wir uns recht schnell einig, dass wir riesige Lust darauf haben. Wir wollten zeigen, was wir gelernt haben und fingen schnell an zu träumen: Ein perfektes Ergebnis abliefern. Perfekt durchdacht. Etwas Neues und Gutes.
Es muss bei Design-Wettbewerben eingereicht werden – und auch was gewinnen! Wir wollen, dass es der beste erste Job aller Zeiten wird.

Für eine Kirche ein neues Erscheinungsbild zu gestalten, das zeitgemäß, frisch und offen ist, erschien uns als wichtige Aufgabe.

Klare Sache: Wir machen’s!

Mit unserer Euphorie begannen wir ein Angebot zu erstellen, dachten uns einen Namen für unsere neue Firma aus und hofften, ab jetzt läuft’s von allein. Unser Angebot wurde angenommen und die Arbeit ging los. Wir verstanden uns sehr gut mit den Verantwortlichen der Kirche und es lief wirklich alles von allein. Perfekt! Es war allen schnell klar, dass nach einem Angebot und dem ersten Kennenlernen nicht sofort die kreativsten Ideen sprudeln.

Wir begannen mit einer umfassenden Konzeptentwicklung, mit Phasen der Recherche, der Analyse der Kirchen, Gemeinden und Pfarreien in der Umgebung, aber auch überregional, mit Umfragen bei Gemeindemitgliedern und anderen Bocholter Bürgern, und, und, und. Um möglichst genau zu verstehen, was benötigt wird und um die vorhandenen Werte optimal darstellen zu können.

Es folgten spannende Monate, häufige Treffen mit Vertretern der Pfarrei, interessante Gespräche und unser Bild schärfte sich. Die Arbeit basierte auf einer angenehmen und engen Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Der Öffentlichkeitsausschuss Liebfrauen Bocholt (einige fehlen) mit Kollektivdrei    Der Öffentlichkeitsausschuss Liebfrauen Bocholt (einige fehlen) mit Kollektivdrei

Der Umfang des Auftrags war sehr groß. Da die Pfarrei über ein so enormes Angebot, so viele Gruppen, Einrichtungen und Gottesdienste verfügt, entwickelten wir kein alleinstehendes Logo für die katholische Pfarrei Liebfrauen, sondern ein ausgeklügeltes System, eine Vielfalt an miteinander harmonierenden und  zusammengehörigen, aber auch individuell nutzbaren Logos. Es sind, Stand heute, 75 an der Zahl und es werden sicher noch ein paar dazukommen.
Diese 75 unterschiedlichen Bereiche mussten untereinander verknüpft und unter dem Namen Liebfrauen Bocholt formiert werden. Zunächst kategoriesierten wir Untergruppen und markierten sie mit Bereichsfarben.
Dieser Farbcode ermöglicht eine leichte Wiedererkennbarkeit und Orientierung. Später entstand der Bildteil des Logos, welcher die Vielfalt sowie die enge Zusammengehörigkeit darstellt. Das immer gleich bleibende Element wird in kurzer Zeit auch allein funktionieren und die Pfarrei auf Bannern, Fahnen, Plakaten, Flyern, Laufshirts und vielem Weiteren repräsentieren.

In diesem einheitlichen Stil sind alle bestehenden relevanten Medien neu gestaltet. Man begegnet dem Logo – und somit der Gemeinde – an vielen Punkten in der Stadt. Der Eindruck einer großen Gemeinschaft ist nun deutlich erkennbar!
Bei uns, dem kollektivdrei, hat sich in der langen Zeit der Entwicklung auch einiges getan. Wir haben es gewagt, uns selbstständig zu machen und arbeiten an weiteren vergleichbaren Aufträgen. Wir dürfen genau das beruflich machen, wofür wir jahrelang studiert haben, und wir sind sehr froh darüber.

Danke für Euer Vertrauen und die tolle Möglichkeit für uns. Wir sind sicher, dass unsere gemeinsame Arbeit gelungen ist und der neue Look die Gemeinschaft Liebfrauen stärkt!

kollektivdrei: Sebastian Metzing, Joscha Borgers, Philipp Schwabe
kollektivdrei: Sebastian Metzing, Joscha Borgers, Philipp Schwabe