Ugandakreis Herz-Jesu

Unser Ugandakreis hat 8 offizielle Mitglieder, wobei sicherlich auch noch 6 weitere Gemeindemitglieder dazu gerechnet werden müssen, die entweder bereits mit in Uganda waren oder aber sich für die Interessen unserer Partnergemeinde einsetzen. Dazu kommen noch 2 weitere bisherige PGR-Mitglieder: die Herren Schön und Giegengack.

Schwesternhaus              Wassertank                Pfarrhaus                       Kirche                 Schule>

Anfang 1993 erhielten wir durch ein neues Gemeindemitglied aus Heiden Kenntnisse über Schwestergemeinden im Ausland. Diese Dame unterhielt bereits seit den 70-er Jahren Kontakte zu Uganda und unterstützte über den dortigen Bischof eine Gemeinde. Nachdem auch in Herz-Jesu das Interesse geweckt war, legte uns der damalige ugandische Bischof die Pfarrgemeinde Bigada ans Herz, im Januar 1994 wurde dann der Uganda-Arbeitskreis gebildet.Bigada, 1939 gegründet und im Distrikt Rakai gelegen, wird im Süden von Tanzania und im Osten vom Viktoriasee begrenzt. Die Gesamtbevölkerung Bigadas betrug 1993 / 1994 (aktuelle Zahlen liegen leider nicht vor) 18.146 Menschen, davon 12.125 Katholiken und 3.657 Protestanten, die anderen waren Moslems bzw. gehörten anderen Religionen an. Seitens der Kirche sind 1 Gemeindepfarrer sowie 2 Kapläne in Bigada hauptamtlich tätig, die Pfarrgemeinde hat insgesamt noch 23 Unterpfarreien, große Unterstützung finden sie durch die Katecheten vor Ort.Zu den Hauptproblemen in Bigada zählt neben Armut die Krankheit AIDS sowie durch die geographische Lage die schlechte Versorgungssituation. Auch war durch den Bürgerkrieg unter Idi Amin die gerade erwachende Wirtschaft total am Boden. Die meisten Einwohner leben heute vom Anbau der matorke-Banane, die Haupternährungsquelle dort.
Die katholische Kirche versucht zu helfen, wo sie kann. U.a. unterrichten Ordensschwestern in kirchlichen Schulen. Der Staat verlangt Schulgeld, auch für die Schüler in kircheneigenen Schulen.
So begann unsere Hilfe mit der Übernahme von Schulpatenschaften: angefangen mit 55 Patenschaften im Jahre 1995 sind wir nun bei 100 Patenschaften, unterstützt werden 70 Schüler der Grundschule und 30 Studenten der weiterführenden Schule.
Wegen unsicherer Transferwege aber auch, um zu kontrollieren, ob das Schulgeld sowie weitere Spenden zweckgerecht verwendet werden, begeben wir uns sogar auf die Reise nach Bigada:
Im September 1994 fand die erste Reise vom damaligen Pastor Giersch in die Partnergemeinde statt, in den Jahren 1999, 2001, 2003 und 2005 führte unser Pastor Norbert Weidemann die Reisegruppe an, und auch für dieses Jahr ist eine weitere Reise in Planung. Bei unseren Reisen fanden wir immer wieder Notsituationen, in denen wir Abhilfe schaffen wollten. Folgende Projekte sind im Laufe der Zeit in Bigada entstanden:
* Renovierung des Pfarrhauses
* Neubau des Schwesternhauses
* in vielen der 23 Unterpfarreien von Bigada entstanden neue Kirchengebäude, die auch als Gemeindezentrum genutzt werden
* Bau eines Regenwassertanks zur Wasserversorgung
* Errichtung einer Krankenstation
* Wasserversorgungsnetz zur Verteilung des Wassers aus dem Tank in das Pfarrhaus, das Schwesternwohnhaus und die Krankenstation
Das Wasserversorgungsnetz, die Einrichtung der Krankenstation bzw. die Lieferung von Medikamenten sind die aktuellen Projekte, deren Entwicklung wir nun anzutreiben, zu beobachten und zu kontrollieren haben.Daneben gibt es während unseres Aufenthalts immer wieder kleine Hilfsmaßnahmen als Soforthilfe: Reparaturen am einzigen Auto der Pfarrgemeinde, Ersatz für alte Reifen am Motorrad und der Kauf von Fahrrädern, da die Unterpfarreien teilweise über 30 km von Bigada entfernt liegen, also Hilfe zur Selbsthilfe!Nicht vergessen möchte ich die Gruppe in unserem Ugandakreis, die Bastelarbeiten (Holzspielzeug), Saft- und Marmeladenfertigung herstellt oder auch das Fastenessen zubereitet und den Erlös für Bigada spendet.Da wir jedoch nicht nur als „reiche Geldgeber“ nach Afrika kommen wollen, bemühen wir uns, auch die zwischenmenschlichen Kontakte zu vertiefen: in vielen Gesprächen informieren wir uns nicht nur über die dortige Situation sondern wir erzählen auch von unserem Leben hier in der Gemeinde. Auch war schon mancher Gast aus Uganda zu Besuch hier im Pfarrhaus. Neben der Liturgie kümmern wir uns dann mit Ausflügen und Gemeindetreffen um unsere Gäste.
Besonders ansprechen möchte ich die Gottesdienste in Afrika, die sich über mehr als 2 Stunden hinziehen können und an denen alle sehr aktiv teilnehmen. Auch hier tauschen wir Gebete oder Liedertexte aus. Besonders erwähnen möchte ich noch die morgendlichen Andachten, zu denen der Generalvikar die Reisegruppe täglich einlud. Höhepunkt war ein Gottesdienst, den der Bischof Kaggwa mit uns in seiner Hauskapelle gefeiert hat! Und auch wenn es eine fremde Sprache ist, die wir nicht verstehen, so kann man anhand der Liturgie doch jederzeit die Messe mitverfolgen, neben dem llugandischen „Vater unser“ hörte man die deutsche Version doch sehr gut heraus! Das zeigt, dass die Afrikaner genau wie wir hier in Bocholt (Herz-Jesu) den Gottesdienst feiern und das die Christen wahrlich eine Einheit bilden, rund um den Globus! Außerdem ist es praktizierte Nächstenliebe über Gemeindegrenzen hinweg.Weiterhin brauchen wir Sponsoren, die Schulpatenschaften übernehmen (regelmäßige Zahlungen) oder durch Einzelspenden die Projekte unterstüzen.

   Wassertank

Schwesternwohnhaus

  

Sternsingen für Uganda

Für Kinder in Deutschland schwer nachvollziehbar, aber in Uganda ist ohne Schulgeld kein Schulbesuch möglich. Seit vielen Jahren schon wird das Geld, das unsere Sternsinger „ersingen“ zweckgebunden vom Kindermissionswerk in Aachen zu unserer Partnergemeinde nach Bigada/Uganda überwiesen. In diesem Jahr waren es 3.306,44 €, die das Kindermissionswerk aufrundet und dann sofort nach Uganda weiterleitet. Vielen Kindern ist auf diese Weise eine Schulbildung ermöglicht worden, die aber auch aus anderen Spenden finanziert wird. Doch nicht nur mit Geld für die Schulausbildung unterstützt die Gemeinde Herz-Jesu die Menschen in Bigada, auch viele andere Hilfsprojekte wurden in den letzten 35 Jahren gestartet.

Hier eine kurze Chronik über die

Uganda-Hilfe Herz-Jesu:

Im März 1972 organisierte Herr Fritz Walter eine Reise nach Uganda, an der auch † Herr Kurt Mikut aus unser Gemeinde teilnahm. Nach seiner Rückkehr begang die Versendung von Hilfspaketen. 4.669 10kg-Pakete wurden bis Juli 1983 verschickt. Danach erfolgte der Versand der Hilfsgüter per Schiffscontainer, bis wegen der hohen Zollgebühren diese Hilfsaktionen aufgeben werden mussten. Aber 18 Container erreichten so bis 1993 ihr Ziel. Ab 1993 konzentrierte sich dann der Schwerpunkt auf die Gemeinde Bigada. Für ca. 100 Kinder wurde die Zahlung des Schulgeldes übernommen (was nach wie vor erfolgt). Von den Spendengeldern wurde in Bigada das Pfarrhaus renoviert und ein Schwesternheim gebaut. Ein Brunnen mit Tank zur Wasserversorgung wurde finanziert und in den letzten Jahren die Krankenstation gebaut.

Auch zahlreiche kleine Kirchen verdanken ihre Entstehung oder Ausbau den Spenden aus Herz-Jesu. In regelmäßigen Abständen besuchten Gemeindemitglieder aus Herz- Jesu Uganda, um die Verwendung der Gelder vor Ort zu prüfen. Viele Hände haben geholfen, um diese Hilfe vor Ort zu ermöglichen. In der Hauptsache war dies die Uganda-Bastelgruppe, unter der Leitung von Fr. Else Mikut, die 30 Jahre die Oster- und Weihnachtsbasare, sowie die Fastenessen in Herz-Jesu ausrichteten. Der Erlös vieler Aktionen wie Pfarrfesten, Begegnungstagen etc. ging nach Uganda und es gibt immer noch 50 Patenschaften für Schulgeld. Doch noch vieles ist in Uganda zu tun, auch in anderen Landesteilen – und die Ugandahilfe Herz- Jesu wird weiter dabei helfen.

hier werden in Kürze links stehen zu den Jahresberichten 2002 - 2007 sowie zur Bildergalerie

bis dahin probieren Sie es doch bitte über: Herz Jesu - Archiv - 2002 - 2007
 



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