Predigt von Pfarrer Dr. Klaus Winterkamp zum Auftakt der Sanierungsmaßnahmen

So – liebe junge und erwachsene Christen –, nun soll’s was werden. Immer wieder angekündigt, mehrfach schon dafür kollektiert, teils augenscheinlich geboten: die Innensanierung unserer Liebfrauenkirche. Vielleicht haben Sie schon ein wenig in dem Prospekt geblättert, der Ihnen am Eingang der Kirche in die Hand gegeben wurde. Vielleicht sind manche Fragen, die Sie im Hinblick auf die geplante Sanierung hatten, damit schon erledigt. Vielleicht haben Sie angesichts des im Prospekt dargestellten Vorhabens ja auch schon innerlich gejauchzt und frohlockt oder haben kollabiert und sich vor Entsetzen geschüttelt oder haben noch mehr Fragen und Sorgen als zuvor.

Projekt Sanierung Liebfrauenkirche Bocholt

Die Innensanierung einer Kirche ist – egal wo und wann, zu welcher Zeit und unter welchen Umständen auch immer – eine heikle und sensible, oft mit vielerlei Emotionalität befrachtete Angelegenheit, die nicht selten ganze Pfarrgemeinden in Parteiungen des Für und Wider, des Wohls und Wehe spaltet. Das will hier natürlich keiner: der Kirchenvorstand nicht, der Pfarrgemeinderat nicht, die aus beiden Gremien schon vor über zwei Jahren gebildete sogenannte Kunstkommission nicht, die Bauabteilung des Bischöflichen Generalvikariats und das beauftragte Architektenbüro Gereon Rasche aus Billerbeck nicht, und am allerwenigsten will ich das. Weil jeder Kirchbau eine Stätte ist, die sich mit vielen, teils unterschiedlichsten Erfahrungen, Erlebnissen und Erinnerungen verbindet, weil er vielen mindestens so am Herzen liegt wie das heimische Wohnzimmer, weil er nicht selten ein Stück eigener Geschichte, Biographie und Identität ausmacht, ist klar, dass bauliche Veränderungen bei allen – ob Christen, Gottesdienstbesuchern, Kunst- oder Architekturbeflissenen, Gemeindemitgliedern, Einheimischen oder nicht – immer auf größtes Interesse stoßen und intensiv diskutiert werden. Ich hoffe, Ihnen mit meinen Erklärungen zusätzlich zum Prospekt heute einige Fragen beantworten, eventuelle Befürchtungen nehmen und einige Hintergründe vermitteln zu können, selbst wenn ich innerhalb der gebotenen „Kürze“ dieser Predigt nicht alle Fragen abschließend werde beantworten können. Zuerst und vor allem hoffe ich natürlich, Sie für das Anliegen der Sanierung gewinnen zu können!

Schon die nunmehr zweijährige Vorlaufzeit und Planungsphase zeigt, dass es sich bei der Innensanierung unserer Liebfrauenkirche um ein großes Vorhaben handelt. Wir können nicht einfach überstreichen oder neu anstreichen. Das wäre zu schön, um wahr zu sein. Vieles von dem, was zuvor geschehen muss, wird sich für das Auge kaum erkennbar abspielen: die Isolierungsmaßnahmen an der Decke im hinteren Teil der Kirche zum Beispiel, die Instandsetzung der jetzigen Fußbodenheizung und die Vorbereitungen für zukünftige Heizmöglichkeiten, die Modernisierung der gefährlich veralteten Elektroanlagen in den Kellern, die Vorbereitungen zur Installation einer neuen Beleuchtungsanlage, die Schutzverglasung für die künstlerisch hochwertigen Fenster. Langfristig gesehen sind all diese Maßnahmen aber unbedingt geboten und unerlässliche Voraussetzung für die weiteren Vorhaben.

Manches aber wird sich auch augenfällig bemerkbar machen – wie zum Beispiel die Rückführung des barocken Hochaltares aus der Anbetungskapelle hierher in den Hauptraum der Kirche, wo er auch zwischen 1913 und 1968 schon stand. Lange haben wir uns in der sogenannten Kunstkommission über eine mögliche Rückführung den Kopf zerbrochen. Nichts aber wird den sakralen und kunstgeschichtlich angemessenen Charakter dieser Kirche eher und dauerhafter garantieren, als die Platzierung des barocken Hochaltares in der zentralen Achse im Scheitelpunkt der Kirche. In barocken Kirchbauten – in deren Tradition der neubarocke Saalbau unserer Liebfrauenkirche nun mal steht – ist der häufig durch Säulen oder Baldachine ausgezeichnete Altar immer ordnendes, geistiges und ikonographisches Zentrum. Harmonisch wird der in die Kirche Eintretende durch Lichtführung und dynamische Raumgestaltung zum glanzvoll gestalteten Hochaltar mit dem Tabernakel als Mittel- und Zielpunkt seines Gebetes geleitet. Dass auch unser Kirchenraum einer solchen ordnenden Mitte bedarf, wurde schon bald nach der Umgestaltung 68/69 deutlich, als man versuchte, die künstlich geschaffene Leere hinter dem Zelebrationsaltar nach und nach wieder zu füllen. Doch muss auch die jetzige Lösung, die eine Art Pseudohochaltar darstellen will, trotz allem als unbefriedigend bezeichnet werden. Aus heutiger theologischer Sicht ist klipp und klar zu sagen, dass die Umgestaltung dieser Kirche 1968/1969 eine eklatante Missinterpretation der Liturgiereform und der theologischen Absichten des II. Vatikanischen Konzils und aus kunsthistorischer Sicht schlichtweg eine Katastrophe war – das gilt nicht nur für die Versetzung des Hochaltares, sondern auch für den Abbau der Seitenemporen, die raumgestalterisch die Hinführung zur Mitte unterstreichen und architektonisch den Sog in die Breite verhindern sollte, die der Raum heute hat. Die nachfolgenden Veränderungen haben zwar den richtigen Weg eingeschlagen und die damals geschehenen Fehler nach und nach zu beseitigen versucht, sind aber insgesamt nur als Provisorien einzustufen. Darum bestätigt nicht zuletzt die Bauabteilung des Bischöflichen Generalvikariats, dass „die Rückführung des barocken Hochaltares … an die Chorwand … stimmig ist“ und „mit diesem Vorschlag ein auch für die Zukunft grundsätzlich tragfähiges Gesamtkonzept vorliegt“.

Schon am einfachen Modell ist absehbar, dass diesem Raum nichts so gut tun wird wie die Rückführung des Altares. Dazu wird der Boden im hinteren Bereich angehoben, die obere Stufe um den Zelebrationsaltar abgetragen, so dass insgesamt ein weiter dreistufiger Altarraum entsteht, auf dem der Hochaltar – so wie jetzt in der Anbetungskapelle – mit zwei weiteren Stufen platziert wird. Er verbleibt im jetzigen Zustand, wird keine Verbreiterung durch die beiden 1913 angebrachten Figuren des hl. Ludgerus und hl. Georg erfahren, was kunsthistorisch heute nicht mehr zu vertreten ist. Die beiden Apostelfiguren Petrus uns Paulus werden voraussichtlich hier rechts und links in den beiden Halbrundungen an der Stelle der ehemaligen Seitenaltäre ihren Ort haben, allerdings ohne ihre derzeitigen Stelen, sondern wahrscheinlich direkt auf Sockeln an der Wand. Die beiden momentan da stehenden siebenarmigen Leuchter sollen demnächst den Hochaltar flankieren. Im Gegenzug wird das Gemälde von der Himmelfahrt Mariens in der Anbetungskapelle seinen Platz finden. Es passt gerade zwischen die beiden Pilaster, so dass es den Raum angemessen füllt. Zudem werden die beiden Anbetungsengel, die derzeit in den beiden Nischen stehen, rechts und links von einem für die Kapelle neu zu schaffenden Tabernakel mit Aussetzungsmöglichkeit aufgestellt, so dass die Kerzen während der eucharistischen Anbetung endlich mal brennen können.

Die Rückführung des Hochaltares erfolgt während des ersten Bauabschnittes, der möglichst früh, kurz nach dem Jahreswechsel im Januar 2007 beginnen soll. Weil wir nur im äußersten Notfall vorhaben, die Kirche sonntags zu verlassen und die Sonntagsmessen andernorts zu feiern, wird ab Januar hier vorne zwischen den beiden ersten Pfeilern eine provisorische Wand eingezogen. Ebenso provisorisch werden wir eine Altarinsel gestalten, die dann bis Christi Himmelfahrt etwa als Gottesdienstort dient. Das wird zu Einschränkungen führen, keine Frage, besonders an den Kar- und Osterfeiertagen, auch bei den Erstkommuniongottesdiensten, aber es würde ein zu großes Risiko für die seit etwa einem Jahrzehnt konstant um 1200 liegende Zahl unserer Gottesdienstbesucher bedeuten, wenn wir die Kirche für etwa fünf Monate verlassen müssten. Wir hoffen inständig, Pfingsten und die Primiz unseres derzeitigen Diakons am Pfingstmontag im sanierten Altarraum feiern zu können. Leider aber wird der Hochalter hinterher für die weitere Dauer der Sanierung wieder staubdicht verpackt werden müssen.

Optisch wird sich natürlich auch der Neuanstrich bemerkbar machen, der allerdings erst ganz am Schluss der Innensanierung möglich ist, was etwa Ende 2009 sein soll, damit wir rechtzeitig zum 700jährigen Jubiläum der Liebfrauenkirche im Jahr 2010 fertig sind. Das kennen Sie ja von zu Hause: niemand würde neu streichen, wenn er nicht zuvor die brüchigen Wasserleitungen repariert hat. Der Grundton des Neuanstrichs wird weiterhin gelb bleiben. Er soll aber nicht mehr ganz so platt, so flächig und massiv sein, wie das jetzt der Fall ist. Der Gelbton soll variiert und um andere Farben ergänzt werden, so dass auch Gesimse, Pilaster und Sockel besser hervorgehoben werden. Diese Farben werden sich maßgeblich nach der Farbgebung unseres Fensterzyklus und des Hochaltares richten, der schon von seinem warmen Holzton her dominanter sein wird als die gegenwärtige Rückwandlösung.

Optisch wird sich fernerhin die Veränderung der Beleuchtung auswirken, da sie mehr oder minder nur noch indirekt erfolgen soll. Sie wird vom Dimmen über die gezielte Bestrahlung einzelner Kunstwerke oder jahreszeitlich abgestimmter Illumination bis hin zur Hochfestbeleuchtung eine ganze Bandbreite an Lichtkombinationen zulassen und insgesamt dazu führen, dass wir noch besser sehen und lesen und somit noch besser mitsingen und mitbeten können.

Natürlich können und werden wir nicht alles auf einmal durchführen. Neben den einzelnen Bauabschnitten, die Sie dem Prospekt entnehmen können, hängt es am Ende – das kennen wir ebenfalls von unseren privaten Sanierungen – immer auch ein bisschen vom lieben Geld ab. Die Kosten des gesamten Projekts belaufen sich, wenn wir alles so durchführen können wie erhofft, auf 1,1 Mio. €, von denen wir 500.000 € allein durch Spenden aufbringen müssen. Dabei fällt die Rückführung des Hochaltars mit ca. 48.000 € „verhältnismäßig“ gering aus. Den weitaus größten Batzen stellt der eigentliche Anstrich einschließlich Gesamteinrüstung dar. Er wird sich allein auf ca. 320.000 € belaufen. Daneben werden die technischen Arbeiten mit ca. 110.000 € und die geplante Schutzverglasung für die Fenster mit ca. 140.000 € einen Großteil der Summe ausmachen. Zur Not haben wir neben der wünschenswerten Maximallösung auch abgespecktere Lösungen in den Schubladen. Die im dritten Bauabschnitt angestrebte Windfanglösung etwa, die Schutzverglasung an der Ost- und Nordseite der Kirche oder andere Einzelmaßnahmen wären, wenn die Mittel nicht im erhofften Maße vorhanden sind, teilweise ebenso zurückzustellen wie die Aufarbeitung der Bänke.

Ich weiß, dass das alles enorme Summen sind. Ich weiß auch, dass es in Zeiten wie den unsrigen nicht ohne weiteres verstanden wird, warum eine Kirche einer kostspieligen Innensanierung bedarf. Als Hausmann spüre ich immer wieder im eigenen Portemonnaie, wie knapp das Geld ist und wie wenig man auch bei Aldi, Extra oder Plus inzwischen dafür bekommt. Wir befinden uns nach den sprichwörtlich sieben fetten mitten in den sieben mageren Jahren und könnten uns wahrlich glücklich schätzen, wenn es wirklich nur sieben wären. Zukunftsängste vieler Art sind die Signatur unserer Zeit und Gesellschaft.

Dennoch bitte ich Sie um Ihre großzügige Unterstützung des Projekts. Es gibt Dinge in unserem Leben, die uns Sicherheit, Verlässlichkeit und Treue garantieren, die über uns selbst, über unsere Zeit und Gesellschaft hinausreichen. Unsere Kirche ist ein Zufluchtsort, an dem man Trost, Kraft, Zuversicht und Hoffnung für sein Leben mit allen Höhen und Tiefen schöpfen kann. Sie ist ein Ort der Stille und Ruhe mitten in einer betriebsamen und geschäftigen Welt, inmitten einer Zeit immer größerer Beschleunigung, an den man sich – auch zwischendurch beim Einkaufsbummel oder in der Mittagspause – einfach mal so zurückziehen kann, um Atem zu holen und die Seele baumeln zu lassen. Sie ist ein Ort der Sinnstiftung, der in seiner Größe ebenso von der Größe und vom Geheimnis Gottes wie des Menschen kündet. Dass wir diesen Ort haben, verdanken wir nicht zuletzt unseren Vorfahren, die sich zu ihren Zeiten für unsere Kirche und ihren würdigen Erhalt eingesetzt haben. Das war auch damals mindestens so schwierig wie heute. Was mag an Arbeit und Schweiß, an Kraft und Eifer nötig gewesen sein, als hier kurz nach 1310 der erste frühgotische Kirchbau entstand? Welches Wagnis bedeutete es unseren Vorfahren, als sie sich 1792 daran machten, eine ganz neue Kirche in einem ganz anderen, spätbarocken Baustil zu errichten? Welche Überzeugungskraft, Anstrengungen und Aufwendungen waren für sie nötig, als die Kirche 1912 bis 1914 nicht nur ums Doppelte vergrößert, sondern auch noch mit dem 54m hohen Turm flankiert wurde? Was alles war nötig an Verzicht, Opfer und Hingabe, als sie nach dem II. Weltkrieg neben ihren überaus großen Sorgen um das eigene tägliche Brot auch noch diese Kirche wieder aufgebaut haben? Einige von Ihnen, liebe junge und erwachsene Christen, werden das aus eigenem Erleben noch bei weitem besser wissen, als ich es den zahlreichen Akten des Kirchbauvereins Liebfrauen in unserem Archiv entnehmen könnte. Das Geld dürfte damals kaum lockerer gesessen haben als heute, und Zuschüsse aus übergeordneten kirchlichen und städtischen Mitteln oder gar anderen Töpfen gab es auch kaum.

Unseren Vorfahren war in all diesen unterschiedlichen, teils schwierigen geschichtlichen Situationen die Gewissheit, in ihrer Kirche Gottes Nähe erleben, dort ihren Glauben feiern und Trost schöpfen zu können, etwas wert. Sie wussten offensichtlich, was über den Tag hinaus hält, was ihr Leben in allem Auf und Ab durchträgt und ihm Sinn, Erfüllung, Halt und Sicherheit gibt. Sie haben immens viel an Kraft, Zeit, Arbeit und auch Geld investiert, um uns einen Kirchbau zu hinterlassen, in dem auch wir immer noch dieselben Erfahrungen wie sie selbst machen sollten. Daher sind wir verpflichtet, uns dieses Erbes anzunehmen. Es ist uns aufgegeben, unsere Kirche so zu erhalten, dass sie nicht nur uns, sondern auch zukünftigen Generationen als Zufluchtsort, als Ort der Gottesbegegnung und Sinnstiftung bewahrt bleibt. Wie heißt es in der Werbung so schön: „Es gibt Dinge, die kann man nicht kaufen“. Und für alles andere gibt es eben nicht nur Eurocard oder Aspirin. Manches ist in der Tat unbezahlbar. Da helfen Kreditkarten am Ende ebenso wenig wie Medikamente. Da hilft zuweilen nur noch ein Ort wie dieser hier: unsere Kirche.

Daher meine ganz herzliche Bitte an Sie, liebe junge und erwachsene Christen, sich das Projekt der Sanierung zu eigen zu machen, sich damit zu identifizieren und es sich auf ihre eigenen Fahnen zu schreiben, so wie sich schon unsere Vorfahren oft genug dieser Kirche als ihres Eigenen angenommen haben. Unsere Liebfrauenkirche zu erhalten, ihr ein würdiges Gepräge zu geben, das ihr als Stätte der Gottesbegegnung, als Herz unserer Pfarrei und als geschichtlich bedeutsames Bauwerk für unsere Stadt und ihr Umland entspricht, kann nicht allein Aufgabe des Kirchenvorstands und des Pfarrgemeinderats sein – auch nicht nur des Bistums Münster oder des Pfarrers von Liebfrauen. Es kann nur gelingen, wenn wir uns alle gemeinsam dafür einsetzen. Bitte unterstützen Sie das Vorhaben, wie und wo Sie nur können. Werben Sie dafür, sprechen Sie davon – im positiven Sinn natürlich, selbst wenn Ihnen nicht immer alles bis in das letzte Detail hinein gefallen mag. Legen Sie Ihren Geschenken zu Geburtstagen oder Besuchen als kleinen Wink mit dem Zaunpfahl doch einfach den Prospekt bei, den Sie jetzt auch bekommen haben. Er wird reichlich genug in der Kirche zum Mitnehmen bereit liegen, greifen Sie ruhig zu. Vielleicht nutzen Sie selbst auch familiäre Ereignisse, um Spenden für unsere Kirche zu erbitten – 70., 75., 80. Geburtstage zum Beispiel. Es ließe sich auch überlegen, ob es angesichts eines Todesfalls nicht möglicherweise angebracht sein könnte, anstelle der üblichen Kränze und Blumen eine Spende für die Sanierung der Liebfrauenkirche zu erbitten, zumal wenn der oder die Verstorbene sich unserer Kirche auch zeitlebens immer verbunden wusste. Wer ohnehin schon alles hat und gar nicht mehr weiß, wohin er zu Hause all die Prödelkes und Tötkes, die man zuweilen so geschenkt bekommt, hinstellen soll, der könnte sich doch zu Weihnachten auch einfach einen Geschenkgutschein für die Sanierung schenken lassen. Die 500.000 €, die an Spenden zur Verwirklichung des Gesamtvorhabens nötig sind, sind ohne Zweifel eine gewaltige Summe. Aber einfach nur mal folgendes Rechenbeispiel: Käme etwa jeder unserer durchschnittlich 1200 Gottesdienstbesucher auf die Idee, einen Dauerauftrag von 10,- € pro Monat für die Laufzeit von vier Jahren, also bis zum Jubiläumsjahr 2010 einzurichten, dann klingt die Summe nicht nur nicht mehr so riesig, dann wäre sie sogar bereits erbracht. Wer eine größere Zuwendung machen will, kann auch die Patenschaft über ein Kunstwerk – ein Gemälde oder ein Fenster etwa – übernehmen, indem die erforderliche Gesamtsumme der notwendigen Maßnahme getragen wird. Auf Wunsch wird der Spender dann auch namentlich in einer dem Kunstwerk angemessenen Weise festgehalten. Weitere Spendenmöglichkeiten können Sie dem Einlegeblatt des Prospekts entnehmen. Allen Gebern und Unterstützern unseres Projekts kann ich versichern, dass ihre Spende – egal wie oder in welcher Gestalt sie ausfällt – angemessen seitens der Pfarrei honoriert wird. Natürlich werden Sie regelmäßig über den Stand der Dinge informiert.

Ich hoffe inständig darauf, liebe junge und erwachsene Christen, dass wir nach einer sicherlich arbeits-, kraft-, nerven- und auch kostenaufwendigen Zeit 2010 in einer würdig sanierten Kirche nicht nur auf deren 700jährige Geschichte zurückblicken können, sondern auch mit dem befriedigenden Gefühl in die Zukunft schauen dürfen, sowohl der Pflicht unserem Erbe gegenüber gerecht geworden zu sein als auch der Sehnsucht unserer Kinder, Kindeskinder und aller nachkommenden Generationen nach einer religiösen Heimat, nach Sinn, Sicherheit und Erfüllung. Amen.