ergo cantemus! goes linksrheinisch

Eine zweitägige Chorfahrt führte den Chor ergo cantemus! auf die gegenüberliegende Rheinseite in die Stadt Geldern im Kreis Kleve. Zunächst stand die festlich-schwungvolle Mitgestaltung der Vorabendmesse in der dortigen St.-Maria-Magdalena-Kirche auf dem Programm, zelebriert vom Hausherrn, Pfr. Stefan Dördelmann. Pfr. Stefan DördelmannDieser empfing den Chor aufs allerherzlichste und ließ es sich nicht nehmen, die Sängerinnen und Sänger im Anschluß an den geistlichen Auftakt in die älteste Kneipe Gelderns zu geleiten. In kultigem Ambiente erlebte die ausgelassene Truppe einen feuchtfröhlichen Abend, das Spektrum reichte dabei vom Muscheltopf "Rheinische Art" über alttestamentliche Bibelkunde (die legendären sieben Söhne Abrahams) bis hin zu einer mehr oder weniger spontanen Showeinlage zweier ebenso begnadeter wie leidenschaftlicher Tangotänzer. Die anstehende Rückstellung der Uhr in Richtung Winterzeit ermöglichte es, daß man sich trotz spätnächtlichen Ausklangs bei Sekt im Nachtgewande morgens frisch, munter und ohne sichtbare Zeichen der Hautalterung zu Kaffee und leckeren Brötchen im Hotel wiederfinden konnte. Bei strahlendem Sonnenschein schloß sich ein informativer Stadtrundgang zu den Sehenswürdigkeiten Gelderns an, engagiert geführt von einer sympathischen Sängerin des örtlichen Kirchenchores, die so manch Denkwürdiges vom Kampf der heldenhaften Herren mit dem feuerspeienden Drachen unterm Mispelbaum oder dem Geldrischen Löwen als Wappentier zu erzählen wußte. Architektonisches Highlight war die Besichtigung der erst kürzlich wieder eingesegneten Adelheid-Kapelle nach Profanierung und Umbau der alten Adelheidkirche zu einem Seniorenhaus der Caritas. Das ging natürlich nicht, ohne die Akustik des neugeschaffenen Sakralraumes gesanglich zu testen und für durchaus gelungen zu befinden. Gestärkt durch einen kleinen Imbiß fuhr man schließlich in bester Stimmung mit dem Bus zurück nach Bocholt.

Fotos: GG Borgers

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