Besuch des Kirchenchores Liebfrauen in Mülhausen

Der diesjährige Chorausflug des Kirchenchores Liebfrauen führte uns ins Kloster Mülhausen bei Grefrath zu unserem langjährigen ehemaligen Chormitglied Sr. M. Marthrud. Sie war im vergangenen Dezember dem Ruf ihres Ordens gefolgt und mußte Bocholt verlassen, um im dortigen Alten- und Pflegeheim Haus Salus die geistliche Leitung und die Betreuung der alten und pflegebedürftigen Schwestern der Ordensprovinz zu übernehmen. Sr. Marthrud hat dort inzwischen ihr neues Zuhause gefunden, und so sind wir gerne ihrer Einladung zu einem Besuch gefolgt.

Nach einem leckeren rustikalen Mittagessen in der Museumsgaststätte Pannekookehuus des Niederrheinischen Freilichtmuseums in Grefrath und einem anschließenden kurzen Spaziergang bei herrlichstem Sonnenschein fuhr uns der Bus direkt zum nahegelegenen Kloster, wo uns Sr. Marthrud bereits mit einem strahlenden Lächeln erwartete und alle mit offenen Armen herzlich in Empfang nahm. Die Wiedersehensfreude nach so langer Zeit war auf beiden Seiten riesengroß.

Ein Rundgang durch das erst vor wenigen Jahren neugebaute Heim vermittelte nicht nur einen Einblick in das beachtliche neue Aufgabengebiet von Sr. Marthrud, sondern führte uns bis hinein in die Wohnräume einzelner Schwestern, für die der Besuch einer so großen Gruppe und die menschliche Begegnung mit den Gästen eine willkommene Abwechslung zu bringen schien. Ebenso erfreute die Bewohnerinnen ein kleines Konzert des Chores in der hauseigenen Kapelle, und sogleich revanchierten sich die Schwestern ihrerseits mit der gelungenen Darbietung eines eigens einstudierten Kanons.

Zur Belohnung gab es anschließend eine überaus reichhaltige Kaffeetafel mit den schönsten selbstgebackenen Kuchen und Torten für die Sängerinnen und Sänger, denen es selbst bei völliger Mißachtung des natürlichen Sättigungsgefühls nicht zu vertilgen gelang, was die Küche gezaubert hatte. Nach der Übergabe eines Geschenks zum 50jährigen Ordensjubiläum an Sr. Marthrud schloß sich das Singen von zahlreichen alten Schlagern aus dem weltlichen Chorrepertoire an, worin auch die Jubilarin dank 25jähriger Routine problemlos und sichtlich frohgelaunt miteinstimmen konnte.

Eine kurze Führung für einen Teil der Gruppe durch Garten, Gebäude und Kapelle des eigentlichen Klosters beendete das Besuchsprogramm in Mülhausen, und so wurden schließlich alle genauso herzlich verabschiedet wie sie zuvor begrüßt worden waren. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge ließ man eine liebgewonnene Sangesschwester zurück, die - obwohl freundlich winkend - dennoch vermutlich gerne mit uns im Bus zurück nach Bocholt gefahren wäre ...

Fotos: Elisabeth Kortenhorn

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