Krankenhausbesuchsdienst Liebfrauen

-Gottes Wort ist ein Licht in der Nacht, es gibt Trost, es gibt Halt.-

Nach der Neuerrichtung des St. Agnes-Hospitals in Stenern wurde auch der Krankenhausbesuchs-dienst im Jahre 1986 neu geordnet und ist inzwischen zu einem festen Bestandteil der karitativen Arbeit in unserer Gemeinde geworden. Die Zahl seiner Mitglieder wuchs in dieser Zeit von 2 auf 9 Personen, die ihren ehrenamtlichen Dienst wöchentlich im St. Agnes-Hospital und 14-tägig im Augusta-Hospital in Anholt verrichten. Sie bringen den Patienten unserer Gemeinde auf allen Stationen den Krankenbrief, übermitteln den Gruß der Pfarrgemeinde und möchten Ihnen dadurch zeigen, dass sie nicht vergessen sind. In diesem Sinne ist es auch ein kirchlicher Dienst, weil bei der großen Zahl der Gemeindemitglieder die Priester und Pastoralreferenten diese Aufgabe nicht allein bewältigen können. Unsere Besuche stoßen in der Regel auf freundliche Resonanz. „Ach wie schön, dass sie für mich Zeit haben!“, „Machen Sie das unentgeltlich?“, „Danke, dass sie bei mir waren!“, „Wann kommen Sie wieder?“. So lauten die häufigsten Reaktionen. Zuweilen ergeben sich auch längere vertiefte Gespräche, die besonders bei Schwerkranken sehr ans Herz gehen und gerade deswegen für beide Seiten Trost und Kraft geben. Selten nur stößt der Besuch auf Ablehnung, etwa mit dem Argument „Ich gehe nicht zur Kirche, ich will davon nichts wissen“. Das ist zu akzeptieren.

Der Besuchsdienst versteht sich nicht missionarisch, sondern möchte im Sinne der guten Werke der Barmherzigkeit Zuspruch und Trost spenden. Dabei erfahren seine Mitglieder, die teilweise schon länger als 20 Jahre ihren ehrenamtlichen Dienst still und zuverlässig ausüben, immer auch wieder eine tiefe innere Bereicherung, wenn sie als Gesunde dem kranken Menschen begegnen. Dreimal im Jahr  trifft sich der Krankenhausbesuchsdienst, um gegebenenfalls organisatorische Fragen zu besprechen, vor allem aber, um Erfahrungen auszutauschen und über den geleisteten Dienst zu reflektieren. Daher hat es sich als gewinnbringend erwiesen, wenn zu einem dieser Treffen ein Referent, bspw. ein Priester oder ein Arzt oder auch ein Mitglied von Omega geladen wird. Um den inneren Zusammenhalt des Besuchsdienstes zu fördern, unternehmen seine Mitglieder, acht Frauen und ein Mann, jährlich einen Ausflug, zusammen mit dem Caritaskreis. Abschließend sei darauf hingewiesen, dass auf besonderen Wunsch der Kranken natürlich auch die Priester der Pfarrgemeinde für ein Gespräch zur Verfügung stehen.
Doris Diekhues, Antonia Dücking, Elisabeth Feldberg, Mechthild Heitkamp, Christel Leson, Manfred Steffen, Hedwig Schulze Schwering, Renate Thiel, Resi Wilting